Traumatherapie

Traumatisierende Erfahrungen wie Gewalt, Vernachlässigung, Verluste, aber auch schwere Unfälle können seelisch tief erschüttern und dauerhaft belasten. Der Körper reagiert mit Stresssymptomen, und trotz bewusster Anstrengung gelingt es nicht, in Gedanken und Gefühlen Abstand zu dem Ereignis zu bekommen. Scheinbar aus heiterem Himmel werden wir von Bildern und Gefühlen überflutet (von sogenannten Flashbacks). Manchmal auch erst Jahre oder Jahrzehnte später.

Man weiß mittlerweile, dass Traumatisierungserfahrungen im Gehirn quasi isoliert von unseren anderen Erinnerungen abgespeichert werden – sie also nicht in unser autobiographisches Gedächtnis integriert werden. Deshalb gelingt es bei Flashbacks auch nicht, sich zu sagen, dass es doch schon so lange her ist, denn gefühlt erlebt man die Situation immer wieder so, als würde es jetzt gerade passieren.

Eine Methode, die Erinnerung an ein traumatisches Erleben in unser autobiographisches Gedächtnis zu integrieren und es nach und nach zu einer echten „Erinnerung in der Vergangenheit“ werden zu lassen, ist die Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy (IRRT).

Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy

Die IRRT ist eine Methode zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und anderen Traumafolgestörungen. Dabei werden die Erinnerungsbilder zunächst aktiviert und dann imaginativ „umgeschrieben und verändert“, so dass eine Integration ins „normale“ Erinnern sowie eine emotionale Bewältigung gelingen kann.